Ringersport seit 1909 in Völklingen

KSV 09 Fürstenhausen

Was ist Ringen?

Ringen ist eine Kampf- und Kraftsportart, die eine Jahrtausende alte Geschichte hat. Daher ist Ringen auch die älteste olympische Sportart. Bei den olympischen Spielen der Antike fand man den Ringersport nicht nur als Einzelsport, sondern auch unter dem Namen "Pale" als Disziplin beim Fünfkampf. Damals mussten die Athleten noch nackt antreten und wurden auch nicht in Gewichtsklassen eingeteilt. Die Sieger der olympischen Spiele wurden als Helden verehrt. Gewinner beim Ringkampf war derjenige, der seinen Gegner dreimal zu Boden werfen konnte. Der Bodenkampf war damals noch kein Begriff. Aufzeichnungen zu Folge war Ringen in zahlreichen Kulturen als Kraftsport vertreten.

Die ersten konkreten Beweise stammen aus dem alten Ägypten, wo bemalte Vasen und Wandmalereien gefunden wurden, auf denen Ringkämpfer zu sehen sind. Diese beweisen, dass bereits vor 5000 Jahren der Ringkampf gelehrt wurde.  

In China war 3000 Jahre vor der Zeitrechnung das Ringen neben Bogenschießen und Fechtkampf sehr beliebt. Die Soldaten veranstalteten in den Militärlagern regelmäßig Ringkampfwettbewerbe.

Im Japanischen Mittelalter fanden die mehr oder weniger regellosen Ringkämpfe oft erst mit dem Tod eines Kämpfers ihr Ende. Die erste Erwähnung findet sich hier in einer Aufzeichnung alter Geschehnisse aus dem Jahr 712, die beschreibt wie der Besitz der japanischen Inseln in einem Ringkampf zwischen zwei Göttern entschieden wird. Wohlmöglich unter chinesischem und koreanischem Einfluss entwickelte sich später der japanische Ringkampf, das Sumo-Ringen.

Die meisten Erkenntnisse zum Ringen stammen jedoch aus dem alten Griechenland, Persien und der Römerzeit. Der wohl berühmteste griechische Ringer war der siebenfache Olympiasieger Milon aus der Stadt Kroton. Aber auch der berühmte Mathematiker Pythagoras war ein ausgezeichneter Ringer!

In Deutschland wurde der Ringersport gegen Ende des 19.Jahrhunderts bekannt, als Karl Abs 1885 in New York die Weltmeisterschaft gewann.

Um die Jahrtausendwende entstanden dann die bis heute üblichen Kampfstile: der klassische, griechisch-römische Stil und der Freistil. Die Unterscheidung liegt darin, dass beim gr./röm. Stil nur Griffe oberhalb der Gürtellinie, beim Freistil dagegen Griffe am ganzen Körper erlaubt sind.

Ringen zählt zu den verletzungsärmsten Sportarten!

Ziel eines Ringers ist es, seinen Gegner mit beiden Schultern zu Boden zu zwingen oder nach Punkten zu besiegen. Der Ringkampf ist keine "Klopperei" und hat auch nichts mit dem amerikanischen Wrestling (eine Art Showkampf, ähnlich dem Catchen) zu tun.

Der Ringkampf ist eine Sportart, die ihresgleichen sucht!

Neben den körperlichen Elementen

- Technik - Kraft - Kondition - Geschick -

ist vor allem der Kopf entscheidend. Ein Ringer muss sich immer wieder neu auf seinen Gegner einstellen. 

Wie beim Schachspiel spielt auch die Taktik eine große Rolle: Abwarten oder angreifen? Wie verhält sich der Gegner? Griffe antäuschen oder kontern?

Seit 2004 ist Ringen auch eine olympische Disziplin für Frauen, allerdings ringen Frauen wegen der verletzungsgefahr im Brustbereich nur Freistil. 

Im Kindesalter sind die Mädchen den Jungs durchaus ebenbürtig oder sogar überlegen!

2013 sollte Ringen aus dem olympischen Programm gestrichen werden, doch die Ringer haben für ihren Sport gekämpft, Werbung gemacht und fleißig Unterschriften für den Erhalt des Ringens bei Olympia gesammelt, 

...wie hier bei unserer DM 2013 in Völklingen!

 

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